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Reiseführer Buon Ma Thuot

Buon Ma Thuot

Provinz: Dak Lak (Hauptstadt)                                                    Region: Zentrales Hochland
Einwohnerzahl: 160 000

Wasserfälle, herrliche Hügellandschaft und Elefanten – das sind die Hauptattraktionen des abgelegenen Dak-Lak-Hochlandes um die Provinzhauptstadt Buon Ma Thuot. Auch der nahe geiegene Yok-Don-Nationalpark lockt Abenteuerlustige mit Wild und Wildnis, Trekking und Etefanten-Safaris.

Kaffee-, Tee- und Kautschukplantagen prägen das Bild der größten Provinz des Landes, aber auch Reis- und Maisfelder sowie Rinderherden. Trotz der Zuwanderung vieler Vietnamesen in diese Region spielen die Bergvölker, vor allem Ede und Mnong, noch eine wichtige Rolle. Bekannt ist die Gegend auch für ihre Elefanten. Bis in die 1930er-Jahre hinein galt die Umgebung Buon Ma Thuots als Jagdparadies; selbst heute gibt es in den Wäldern noch einen großen Wildbestand. Die Seen, vor allem der Dak-Lak-See im Süden, sind bekannt für ihren Fischreichtum. Allerdings sind an einigen Stellen des Waldes die Auswirkungen von Agent-Orange-Einsätzen und Ab-holzung kaum zu übersehen.

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Panzerdenkmal im Zentrum der Stadt Buon Ma Thuot

Sehenswertes Buon Ma Thuot

Der zentrale Platz Buon Ma Thuots wird von einem gewaltigen Panzerdenkmal dominiert, das an die Ereignisse vom 10. März 1975 erinnert, als Vietcong- und nordvietnamesische Truppen die Stadt »befreiten« und die Niederlage Südvietnams nicht mehr aufzuhalten war.

Interessant ist ein Besuch im Dak Lak Museum (Volkskunde bzw. Ethnologie Museum in der Nguyen Du Street, Ecke Le Duan Street), in dem man sehr viel über die Provinz, ihre Flora und Fauna sowie ihre Kultur ertahren kann. Herausragend ist die Sammlung zu den ethnischen Minderheiten der Umgebung es sotten 31 Gruppen sein. Zu den Exponaten gehören vor allem Kleidungsstücke und Musikinstrumente, aber auch Geräte zur Zähmung von Elefanten sowie das Modett eines Ede-Stelzenhauses.

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Einzigartige Architektur des Dak Lak Museums

Umgebung von Buon Ma Thuot

Etwa 20 km südwestlich von Buon Ma Thuot (N 14) fällt am Serepok- Fluss der »Jungfrauen«-Wasserfall in die Tiefe. Hier können Abenteuerlustige sich im Abseilen und Felsklettern üben (über das Touristenbüro zu buchen) zu Fuß oder auf dem Elefanten- oder Pferderücken die idyllische Gegend erkunden, in Höhlen vorstoßen, einen Bootsausflug machen oder angeln. Einfache Übernachtungsmöglichkeiten bieten Bungalows und ein traditionells Langhaus, ein Lokal versorgt die Gäste.

Zu den schön gelegenen und Gischt sprühenden Dray-Sap-Fällen gelangt man von Buon Ma Thuot aus in südwestlicher Richtung über Doc Lap. Zuvor lohnt es sich allerdings, nach 14 km nach links zum Dorf Buon Tur abzubiegen, dessen Bewohner zur Ede-Minorität gehören und von Viehzucht und Gemüseanbau leben. Obwohl das Dorf vietnamisiert wurde, kann man noch Reste der kulturellen Identität der Ede erkennen. Die herausragende Stellung der Frau im matriarchalischen System ist nach wie vor intakt, sie gilt als Haushaltsvorstand und Mittelpunkt der Familie. Als Großfamilien leben die Ede in etwa 30 m langen Pfahlbauten, die in kleinere Teile für die jeweiligen Ehepaare mit ihren Kindern unterteilt sind. Unter den Häusern tummeln sich Rinder, Schweine und Geflügel.

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Dray Sap Wasserfälle in Buon Ma Thuot

Wenige Kilometer weiter kann man mitten im Regenwald die bogenförmigen Dray-Sap-Wasserfälle (zugänglich 6.00-19.00 Uhr) entdecken. Mit einer Höhe von fast 15 m und einer Breite von über 100 m ist die Sicht an diesem Ort vor lauter Sprühnebel ein wenig behindert; das erklärt auch den Namen der Fälle, denn Dray Sap bedeutet »Wasserfall des Nebel«. Besonders erfrischend kann man die Gischt an der linken Seite des Pools genießen, zu der man durch Bambusdickicht und über Felsen gelangt.

Der Yok-Don-Nationalpark, mit insgesamt 115 000 ha der größte Vietnams, liegt nahe der Grenze zu Kambodscha, nur 37 km westlich von Buon Ma Thuot. In den Mischwäldern wachsen viele Arten von pharmazeutisch verwertbaren Pflanzen sowie Orchideen und verschiedene Bambusarten. Die Blätter der Bambushölzer sind besonders bei Elefanten beliebt – 80 bis 100 Dickhäuter sollen in den grasreichen Wäldern des Nationalparks leben. Außerdem wollen die Wildhüter noch einige Tiger und sogar Leoparden in einem für Besucher gesperrten Bereich gezählt haben. Stärker verbreitet sind Gibbons, Sambarwild, Wölfe, Wildbüffel, Krokodile sowie Nashornvögel, Pfauen und Fasane. Fast 500 Pflanzenarten, rund 50 Säugetierarten, davon etwa die Hälfte vom Aussterben bedroht, und 245 registrierte Vogelarten sind in dem Gebiet anzutreffen.

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Expedition auf Elefanten im Yok Don Nationalpark

Besonders beliebt sind hier die Expedition auf Elefanten, die man für einige Stunden, aber auch für einige Tage buchen kann. Neben der schönen Landschatt und dem besonders artenreichen Tierbestand kann man aut dem Gebiet auch die Überreste des Ho-Chi-Minh-Pfades und einiger Schlachtfelder sehen. Den Besuch des Yok-Don-Nationalparks sollte man möglichst außerhalb der Regenzeit (April bis Oktober) planen. Übernachtungsmöglichkeiten sind in einem Camp mit Hütten und in den umliegenden Dörfern vorhanden.

Im ganzen Land bekannt ist das Elefantendorf Ban Don, das nur 2 km vom Yok-Don-Nationalpark bzw. ca. 45 km nordwestlich von Buon Ma Thuot entfernt liegt. In seiner Umgebung siedeln Khmer, Thai, Lao und Jarai. Ban Don selbst wird vornehmlich von den Minoritäten Mnong und Ede bewohnt, die beide matriarchalisch organisiert sind. Wilde Elefanten werden von den Mnong gejagt und mit Hilfe zahmer Artgenossen gefangen und domestiziert. Später werden sie meist zum Transport von Edelhölzern eingesetzt. Ungefahr 50 Tiere leben ständig in Ban Don. Am Rand des zeitweise von Touristen überlaufenen Dorfes kann man E sich das Grab des legendären Khonsonuk (1850-1924), der seinerzeit der berühmteste Elefantenfänger weit und breit gewesen ist, zeigen lassen. Unter seinen 244 gezähmten Elefanten soll sich auch ein weißes Exemplar befunden haben, das er dem König von Siam schenkte. Noch immer kommen Elefantenführer (Mahouts) hierher, um Gaben zu bringen und für eine erfolgreiche Zähmung zu bitten. Einige Gräber der Umgebung zeigen Pfauen auf Stoßzähnen, die als erlesene Gaben für das nächste Leben angesehen wurden.

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Hängebrücke auf dem Weg zum Ban-Don-Dorf

Einen Ausflug ist auch der 500 ha große Dak-Lak-See (Ho Dak Lak), 50 km südlich von Buon Ma Thuot, wert. Seine Lage am Fuß der An- namitischen Berge ist sehr hübsch; lohnend ein kleiner Aufstieg, um die Aussicht über den See und seine Umgebung zu genießen. Für seinen Fischreichtum und den vielfältigen Vogelbestand (u. a. Kraniche und Störche) ist er weithin bekannt. Direkt am See stehen die Überreste eines kleinen Palasts des früheren Kaisers Bao Dai. Besonders im Frühjahr kommen viele Vietnamesen hierher, um bei Boots- und Elefantenrennen zuzuschauen. Interessant ist zudem ein Besuch des benachbarten Dorfes der Mnong. Besucher können Ausflüge in den flachen See mit Ruderbooten oder auf dem Elefantenrücken unternehmen.

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