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Reiseführer Chau Doc

Chau Doc

Provinz: An Giang                                                      Region: Mekong-Delta
Einwohnerzahl: 105 000

Im Mekongstädtchen Chau Doc sind die Fischzüchter zu Hause: „Keller“ unter dem schwimmenden Floßhaus oder dem Hausboot zappeln und gedeihen Tonnen von Fischen. Der Fremde kann bei Bootsfahrten auf dem Mekong tief ins Flussleben eintauch. Aufgrund der starken ethnischen Mischung sieht man in der Region zahllose Tempel, Moscheen und Kirchen. Nach Kambodscha is nur ein Katzensprung.

Sehenswertes in Chau Doc

In Chau Doc leben die meisten Fischzüchter in Vietnam (Vietnam Rundreise 15 Tage). Ihre Häuser schwimmen auf leeren Ölfässern auf dem Hau-Giang-Fluss (auch: Bassac), einem der acht Mekongarme. Vor allem Welse drängen sich in den Netzen unter dem Haus. Wird das Wasser in der Trockenzeit flacher, ziehen die Hausboote in die Mitte des Flusses, wo ihre »Untermieter« noch Luft zum Atmen haben.

Nördlich des Quan-Cong-Tempels kann man sich per Fähre zur Insel Con Tien mit ihrer Pfahlbautensiedlung bringen lassen. Auf einem kleinen Boot kann man die Fahrt auf dem Fluss aber mehr genießen und sich auch die Fischzuchthäuser ansehen.

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Eine Ecke der Moschee in Chau Doc

Zwischen den Marktständen auf der Gia Long Street ragt das imposante Portal des Quan-Cong-Tempels auf. Im Innenhof geht es meist recht turbulent zu, da viele Kinder hierher zum Spielen kommen. Auf dem Dach bewachen zwei Drachenfiguren die Anlagen, und im Tempel kann man zwei Schildkröten umherwandern sehen, die das Wohl der Pagode sichern sollen (im Buddhismus ist die Schildkröte ein Symbol für Unsterblichkeit). Auf dem Hauptaltar steht eine Büste des rotgesichtigen Generals Quan Cong: in eine grüne Robe gehüllt und gekrönt mit einer reich verzierten Krone.

Chau Doc hat auch mehrere Moscheen für die moslemische Cham-Gemeinde – so die Chau-Giang-Moschee auf der gegenüberliegenden Fluss-Seite und die Mubarak-Moschee, mit einer Koranschule für Kinder und Jugendliche. Während der Gebete, fünfmal am Tag, sollte man nicht stören.

Sam Mountain (Sam-Berg, Nui Sam)

Im Nordwesten der Provinz An Giang ragen einige Bergkuppen auf, die die allerletzten Ausläufer des zu Kambodscha gehörenden Phnom-Damrei-Bergzugs darstellen. Einer dieser Kuppen ist der 3 km südlich von Chau Doc aufragende Berg Sam. »Sam« bedeutet im Vietnamesischen so viel wie »Krabbe« – und aus der Ferne sieht der Berg auch tatsächlich so aus. Mit seinen 230 m Höhe ist er zwar nicht besonders imposant, doch hat man von seiner Spitze einen weiten Rundblick über das ebene und kaum über den Meeresspiegel aufragende Mekong-Detta sowie bis weit nach Kambodscha hinein.

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Auf dem Weg zum Gipfel des Berges Sam, Chau Doc

Rund um den Berg findet im Jahresverlauf ein bezauberndes Farbspiel statt: Zwischen August und Dezember steht das Land bis zum Horizont unter Wasser, nur die von Holzbaracken dicht bebauten Dämme erheben sich wie mit einem Lineal gezogen aus der in der Sonne schimmernden Wasserweit. Zum Jahresanfang bis April leuchten die nassen Reisfelder endlich in herrlichem Lindgrün, und im Mai und Juni sind die Ähren dann reif zur Ernte – ein Meer aus Gold, wogend und weit. Die untergehende Sonne taucht schließlich am Abend alles in ein feuerrotes Licht, bis der Himmel in Flammen zu stehen scheint.

Der Tempel der Chua Xu wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gebaut und bis in die 1970er-Jahre hinein immer wieder verändert, sodass von der ursprünglichen Konstruktion nicht mehr viel übrig geblieben ist. Die Geschichte um die Person der Chua Xu und um den Bau des Tempels ist nicht ganz geklärt. Das wichtigste Tempelfest findet vom 23. bis zum 26. Tag des 4. Mondmonats statt. Dann kommen Pilger aus allen Landesteilen und übernachten in der Nähe des Tempels. Im Nebengebäude zur Linken sind zahllose Op-fergaben zu Ehren der Chua Xu in Vitrinen ausgestellt: fein bestickte Paillettenkleider, mannshohe Perlmutt-Vasen, Perlenketten, Kronen und Goldbarren.

Im unteren Teil der Höhlenpagode auf der Westseite des Berges Sam wohnen Mönche. Gründerin der Pagode war die Schneiderin Le Thi Tha, die sich vor etwa 50 Jahren hierher zurückzog, um ein weltabgeschiedenes Leben zu fuhren. Der Legende nach traf Le Thi Tha bei ihrer Ankunft zwei Schlangen an, die sie zähmte und ebenfalls zu einem meditativen Leben bekehrte. Bei ihrem Tod verschwanden auch die beiden Schlangen. Das Grab Le Thi Thas sowie das eines ehema ligen Oberbonzen (Mönchs) befinden sich ebenfalls im unteren Teil der Pagode. Im oberen Teil kann man Statuen von A Di Da, dem Buddha der Vergangenheit und vom historischen Buddha Sakyamuni sehen; dahinter befindet sich in einer Grotte ein Schrein, der der Göttin der Barmherzigkeit gewidmet ist.

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Tempel der Chua Xu am Abend, Chau Doc

Ganz in der Nähe der kambodschanischen Grenze, nur wenige Kilometer südwestlich des Sani-Berges, erinnert eine Pagode an die Überfalle der Roten Khmer auf vietnamesischem Gebiet zwischen 1975 und 1978. Offizielle Begründung war der historische Anspruch Kambodschas auf die Provinzen des Mekong-Deltas, ln nur zwei Wochen im April 1978 sind insgesamt 3157 Zivilisten regelrecht abgeschlachtet worden, heute erinnern grauenhafte Fotos und ein Mahnmal an das Massaker. Ähnlich wie in der Cheung-Ek-Pagode bei den Killing Fields vor den Toren Phnom Penhs sind in Ba Chuc die Gebeine der Ermordeten aufgebahrt.

Inmitten einer reizvollen Landschaft in der Provinz Kien Giang liegt Ha Tien am Golf von Siam, nur 8 km von der kambodschanischen Grenze entfernt. Im Gegensatz zu anderen Gegenden des Mekong-Deltas (mehr: Mekong Delta boat trip) findet man um Ha Tien neben weiten Sandstränden auch Kalksteinformationen mit einem ausgedehnten Höhlensystem, in dem Tempel errichtet wurden. Die Stadt besitzt alte Kolonialgebäude und lebt von Landwirtschaft und Fischfang. Wegen ihrer Nähe zu Kambodscha hat sie sich in den letzten Jahren aber auch zu einem Umschlagplatz für Schmuggelware aus dem Nachbarland entwickelt.

Nordöstlich von Ha Tien auf einer Hügelkette, die als Nui Lang (Hügel der Gräber) bezeichnet wird, hat die Familie Mac ihre letzte Ruhestätte. Auf Initiative des ersten Kaisers der Nguyen-Dynastie Gia Long wurde 1809 die Grabstätte für die Familie Mac errichtet, als Dank dafür, dass sie ihm während des Tay-Son-Aufstandes Unterschlupf gewährt hatte. Die Gräber sind im traditionellen chinesischen Stil hufeisenförmig errichtet mit Darstellungen von Drachen, Löwen, Tigern und Phönixen. Das größte Grab hat der Ahnherr Mac Cuu selbst. Die Grabmäler befinden sich auf einer Hügelkette nordöstlich der Stadt, die als Nui Lang (Hügel der Gräber) bezeichnet wird.

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Schöne Landschaften von Ha Tien Meer

Thach Dong, die »Steinhöhle« 3 km außerhalb von Ha Tien, beherbergt einen unterirdischen Tempel. Am Eingang steht ein Mahnmal, das an die 130 Opfer erinnert, die durch ein Massaker der Roten Khmer im Jahr 1979 ums Leben kamen. Im Inneren findet man Tafeln, die dem Jadekaiser und der Göttin der Barmherzigkeit gewidmet sind (Öffnungszeiten: tgl. 7.00-17.00 Uhr).

Die Strände bei Ha Tien mit ihrem klaren und warmen Wasser und dem feinen Sand sind die einzigen des ganzen Mekong-Deltas. Wegen ihrer abseitigen Lage und der Nähe zur kambodschanischen Grenze sind sie aber bisher noch kaum erschlossen. Etwa 4 km südlich der Stadt bildet die Felsengruppe von Mui Nai eine Landzunge, an deren beiden Seiten Strände liegen.

Wunderschön ist auch der 20 km südlich von Ha Tien gelegene Duong-Strand auf der Hon-Chon-Halbinsel. Hier findet man weite Sandstrände mit Palmen und klarem, aber oft sehr flachem Wasser, daneben aber auch Felsen, die sich ins Meer schieben und zu einem dahinter liegenden Kalkmassiv gehören, das sich von Ha Tien aus nach Süden erstreckt.

Hier haben sich wieder zahlreiche Höhlen ausgebildet. In einer davon, der Hang-Tien-Grotte, soll sich der spätere Kaiser Gia Long während des Tay-Son-Aufstandes 1784 versteckt gehalten haben. In der Nähe wird – leider unübersehbar – eine Zementfabrik betrieben.

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Große Buddha-Statue in Phat-Long-Pagode, Chau Doc

Nur wenige Kilometer weiter endet die Straße an einem buddhistischen Höhlentempel, Chua Hang. Von hier kann man weiter zum Duong Beach gehen, einem Kleinod mit Fischrestaurants und Booten. Die Vater-Sohn-Insel (Hon Phu Tu), einige hundert Meter vor der Küste, gleicht einer Säule, deren Sockel von den Wellen ausgewaschen wurde.

Das Zentrum von Rach Gia, am Golf von Siam im äußersten Westen des Mekong-Deltas gelegen, dehnt sich zwischen zwei kanalisierten Armen des Cai-Lon-Flusses aus. Rach Gia und Long Xuyen sind durch ein strickleiterartiges Kanalsystem miteinander verbunden, dessen Hauptkanal der Thoai Ha ist. Neben Anbau und Verarbeitung ; tropischer Früchte spielt der Fischfang in der Hafenstadt eine wichtige Rolle. Beim Spaziergang durch die Straßen Rach Gias entdeckt man prachtvolle Villen aus der Kolonialzeit und hübsche Cafes, eine Vielzahl von Geschäften und farbenfrohe Märkte. Insgesamt macht die Stadt einen sehr freundlichen und wohlhabenden Eindruck.

Das Rach-Gia-Museum (27 Nguyen Van Troi Street) zeigt Grabungsfunde der historischen Stadt Oc Eo, deren Ruinen 12 km östlich von Rach Gia zu besichtigen sind (Mo.-Fr. 7.30-11.30, 13.30-16.30 Uhr, ‚ Sa. nur vormittags).

Nördlich des Stadtzentrums steht die 200 Jahre alte Phat-Long-Pagode (Große-Buddha-Pagode), die von den Khmer im theravada-buddhistischen Stil errichtet wurde, in der Quang-Trung-Straße. Besonders beeindruckend sind ihre geschnitzten Dächer und die Wandbilder mit Szenen aus dem Leben Buddhas. Inmitten eines großen Parks mit Lotosteich und Stupafeld kann man verweilen. Ungefähr 30 Mönche leben in den hinteren Gebäuden des Klosterareals.

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