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Reiseführer Dien Bien Phu

Dien Bien Phu

Provinz: Lai Chau (Hauptstadt)                                     Region: Bergland des Nordens
Einwohnerzahl: 30 000

Der Weg nach Dien Bien Phu ist das Ziel. Eine reizvolle Fahrt über die Berge führt in die Provinzhauptstadt nahe der laotischen Grenze. Dien Bien Phu entpuppt sich für seine abgeiegene Lage als überraschend große, aber nicht besonders attraktive Stadt. Auffallend viele französische Touristen tummeln sich hier – in Dien Bien Phu wurde das Ende der französischen Kolonialzeit besiegelt.

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Dien Bien Phu von oben

Die kleine Stadt liegt in einem 18 km langen und 6-8 km breiten Hochtal, das der Fluss Nam Rom durchfließt. Die Region, die von Reisanbau lebt, ist sehr fruchtbar und dicht besiedelt. Milde Winter und warme Sommer zeichnen das Klima der Bergregion aus. Vor allem Thai und Muong leben hier, auch einige Vietnamesen, die von der Regierung dazu ermutigt wurden. Obwohl die Landschaft durch Brandrodungsfeldbau und Kriegsfolgen verunstaltet wurde, gibt es immer noch einige sehr schöne Stellen, vor allem auf den Höhen.

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Mahnmal auf dem strategischen Hügel A1, Dien Bien Phu

Dien Bien Phu wurde im Jahre 1841 gegründet und war immer wieder Ziel ausländischer Angriffe. Von den Franzosen wurde der strategisch günstig gelegene Ort zu einer wichtigen Bastion ausgebaut. Doch nach dem Zweiten Weltkrieg und mit dem Erstarken der Linken in Frankreich wandelte sich die öffentliche Meinung zum Kolonialkrieg in Indochina. Obwohl für Mai 1954 bereits die Genfer Friedenskonferenz angesetzt war, befestigte das französische Militär die Hochebene um Dien Bien Phu noch aus der Luft. Die Stellung sollte uneinnehmbar sein, mehr als 16 000 Soldaten wurden hier stationiert, vor allem Fremdenlegionäre, unter denen auch viele ehemalige Soldaten der deutschen Wehrmacht waren. Die vietnamesischen Gegner erwiesen sich aber als besonders zäh. Trotz großer Schwierigkeiten gelang es ihnen, Waffen in das nur schwer zugängliche Gebiet zu transportieren und langsam Stück für Stück das Land zu erobern. Bei diesen Kämpfen waren auf beiden Seiten Tausende Opfer zu beklagen. Am Tag vor der Friedenskonferenz, am 7. Mai, ergab sich der Kommandant nach langer Belagerung schließlich, entgegen der Anweisung aus Paris, bis zum letzten Mann zu kämpfen. Dem seither legendären General Vo Nguyen Giap wird dieser Sieg, der zugleich das Ende des Indochinakriegs bedeutete, zugeschrieben.

Sehenswertes in Dien Bien Phu

Am Schauplatz der Schlacht kann man heute ein kleines Museum besuchen. Anhand von Schaubildern und Fotografien lassen sich die damaligen Ereignisse nachvollziehen (Öffnungszeiten: tgl. 7.30-11.00, 13.30-17.00 Uhr).

Der strategische Hügel A1 mit dem Bunker kann schräg gegenüber dem Museum besichtigt werden. Ein Mahnmal erinnert an die Gefallenen; auf französischer Seite ist von 3000-10 000, auf vietnamesischer Seite von 20 000-40 000 die Rede.

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Wunderschöne Terrassenfelder in Erntezeit in Dien Bien Phu

Den Friedhof von Dien Bien Phu gegenüber dem Museum betritt man durch einen großen Torbogen. Auf einer weißen marmornen Wandfläche sind die Namen der gefallenen Vietminh verzeichnet. Eine Treppe im Eingangstor kann bestiegen werden und gibt einen guten Überblick über die schier endlosen Reihen von Gräbern mit rotschwarzem Stern.

Etwa 1,5 km entfernt, auf dem Weg zum Flughafen, liegt der Bunker des französischen Befehlshabers, Oberst de Castries, der am Nachmittag des 7. Mai 1954 kapituliert hatte. Sorgfältig wurden die Räume restauriert, in der Nähe stehen alte französische Panzer und Geschütze.

Umgebung von Dien Bien Phu

Auf dem Weg von Dien Bien Phu nach Hanoi erreicht man nach 110 km nordöstlich Tuan Chau, einen größeren Marktort für die Schwarzen und Weißen Thai der Umgebung. Vor allem am frühen Morgen kann man sie in ihren wunderschön gearbeiteten Trachten sehen. Wem diese Art der Handarbeiten gefallen, der findet hier besonders schöne Tücher.

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Mai Chau – ein empfehlenswertes Reiseziel für Touristen neben Dien Bien Phu

Nach weiteren 40 km taucht die 660 m hoch gelegene Provinzhauptstadt Son La auf. Von weitem kann man schon den ehemaligen Festungsbau der Franzosen erkennen, in dem heute ein kleines Museum untergebracht ist. Südlich Son Las gibt es einige heiße Quellen, in denen man baden und entspannen kann. Ein kleiner Zoo, in dem u. a. Bären, Stachelschweine und Schildkröten leben, kann im forstwissenschaftlichen Zentrum (6 km westlich von Son La) besucht werden.

Auf der weiteren Fahrt nach Hanoi sollte man auch in Hoa Binh und Mai Chau Halt machen.

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