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Reiseführer Halong Bucht

Ha-Long-Bucht

Region: Norden
Fläche: 1500km2

Eine Landschaft, in der Legenden wahr werden: Die rund 2000 Insel der Ha-Long-Bucht beflügeln die Fantasie eines jeden Besuchers – sie erinnern an Drachen, schlafende Riesen oder eine Karawane von Kameien. Im Laufe von Jahrmillionen entstand die landschafliche Pracht aus wild überwucherten Kaiksteinbergen, an denen Dschunken mit rostroten Segeln vorbeiziehen.

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Überblick auf traumhafte Schönheit der Halong Bucht

Ha Long bedeutet so viel wie »absteigender Drache«, im Gegensatz zu Thang Long (»aufsteigender Drache«), dem alten Namen der Hauptstadt Hanoi. Der Legende nach kam vor Urzeiten ein riesiger Drache vom Gebirge ins Tal hinab, um den Vietnamesen im Kampf gegen ihre Feinde beizustehen. Wütend schlug er mit seinem Schwanz um sich, spaltete so die Berge und schnitt riesige Kerben und Täler in die Landschaft. Als er anschließend im Meer untertauchte, verdrängte er so viel Wasser, dass das Land überflutet wurde und fortan nur noch die steilen Felsen herausragten.

Eine zweite Legende erzählt von der himmlischen Drachenmutter und ihren Kindern, die hier lebten und die Fischer beschützten. Als eines Tages Piraten die Bucht und die Bewohner überfielen, spuckten die Drachen Feuer gegen die Invasoren. Die Feuerbälle fielen als graue Ascheklumpen ins Meer zurück und bildeten so bis heute die zerklüfteten Felsinseln. Die Drachenkinder legten sich danach erschöpft in der östlicheren Bai-Tu-Long-Bucht nieder, die somit nach ihnen benannt ist.

Ziele in der Ha-Long-Bucht

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Kajakfahren durch Hang-Luon-Höhle, Halong Bucht

Die meisten Touristen starten die Erkundungstour in die spektakuläre Ha-Long-Bucht (Halong Bucht Dschunke) von Ha Long City aus – ehemals zwei idyllische Fischerorte, heute ein aufstrebender Urlaubsort mit Vergnügungszentrum (u. a. überteuertem Wasserpuppentheater), Delfinshows, Kasino, Luxusresorts und schummrigen Karaoke-Bars. Im westlicheren Ortsteil Bai Chay liegt das Pier für die rund 300 Ausflugsboote und Kähne, Dschunken und Raddampfer, die in die Ha-Long-Bucht fahren. Unter den Booten sind wahre Augenweiden mit leuchtend roten, gerippten Segeln und tempelartigen Aufbauten auf dem Oberdeck. Die beiden Ortsteile HaLong Citys, das touristischere Bai Chay mit seinen in den Himmel schießenden Hotelklötzen und Hon Gai mit seinem Kohleverlade-Hafen, sind erst seit kurzem durch eine Brücke verbunden. Zum Baden reizt keiner der beiden Orte, auch wenn in Bai Chay kürzlich ein heller Strand aufgeschüttet wurde und die Sonnenstühle mit bunten Schirmen an der Promenade in Reih und Glied stehen – das Wasser ist hier nicht sehr verlockend.

Per Kanu kann man einige der Höhlen hinter ihrer schmalen Öffnung erkunden und in die smaragdgrüne Lagune dahinter paddeln (z. B. in Hang Luon). Oder man macht paddelnderweise einen Abstecher in die »schwimmenden« Fischerdörfer, z. B. nach Van Gia, wo selbst die Schule »schwimmt«. Manchmal ergibt sich hier mit den Dorfbewohnern ein Plausch und eine Einladung zum Tee auf die Veranda der wackligen kleinen Floßhäuschen. Die meisten Bewohner leben vom Fischfang und züchten Fische: Unter den Planken der Veranda zappelt es heftig in den Käfigen, wenn die Hausfrau die Fische mit zerhackten Artgenossen und Essensresten füttert.

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Eine Ecke des schwimmenden Fischerdorfes in Halong Bucht

Die Ausflugsboote tuckern an den herrlichen grün überwucherten Kalksteinriesen vorbei, von denen viele ihrer charakteristischen Form wegen nach Tieren (Schildkröte, Elefant, Büffel) benannt sind, oder sie tragen einfache Namen wie Nase, weil die Insel einem menschlichen Profil ähnelt.

Nicht nur die Kalkfelsen selbst, sondern auch die Tropfsteine in den Höhlen bieten der Fantasie genügend Spielraum, um Feen, Geister und Kobolde hineinzuinterpretieren. Auf einigen der Inseln kann man sich absetzen lassen, um eine der vielen Höhlen zu besichtigen. Die »Grotte der Hölzernen Pfahle« auf der von den Franzosen so ge-nannten Ile des Merveilles verdankt ihren Namen den Bambuspfahlen, mit deren Hilfe der Feldherr Tran Hung Dao 1288 die mongolische Flotte bei der Schtacht am Bach Dang versenken konnte. Einige davon werden in einer Tropfsteinhöhle aufbewahrt, die über 90 Stufen erreichbar ist und aus drei hintereinander hegenden Domen besteht.

Von der Thien-Cung-Höhle, einer sehr schönen Höhle voller außergewöhnlicher Stalagmiten und Stalaktiten, hat man eine gute Sicht auf die ruhige, von kleinen Inseln und schroffen Korallenriffen umgebene Bucht. Bunte Lichtreflexe verstärken den wundersamen Eindruck.

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Im Innenraum der Sung Sot Höhle, Halong

In der Trinh-Nu-Höhle gibt es allerlei interessant geformte Stalagmiten und Stalaktiten zu sehen. Manche sollen dem Gesicht eines jungen Mädchens ähneln, denn eine Geschichte erzählt, ein Mandarin habe ein junges Mädchen aus einer armen Fischerfamilie hierher entführt und zu seiner Geliebten gemacht. Da sie bei einer Flucht ihre Familie in Gefahr gebracht hätte, beschloss das Mädchen, freiwillig in den Tod zu gehen. Seither wird das Eiland Jungfrauen-Insel genannt.

Hat man sich durch die teilweise engen Gänge der Dong-Tien-Höhle gezwängt, kommt man in eine größere Halle voller Stalagmiten und Stalaktiten, von der ein Weg ins Freie fuhrt. Auf einmal steht man vor einem wunderbar ruhigen, türkisblauen See, der von einigen Büschen und Sträuchern umgeben ist. Ebenso zauberhaft ist die wenig besuchte Me-Cung-Höhle.

Die Hang Sung Sot wird mit elektrischem Licht effektvoll beleuchtet, was allerdings unnötig ist. Das Gewölbe ist riesig, selbst ganze Touristengruppen verteilen sich auf die drei Säle voller Stalaktiten und Stalagmiten. Der Rundweg eröffnet fast mystische Ausblicke auf die Tropfsteine im schimmernden Dunst.

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