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Reiseführer Hoi An

Hoi An

Provinz: Quang Nam – Da Nang                                                    Region: Südliche Zentralküste
Einwohnerzahl: rund 80 000

Ein Hauch von China weht über der alten Hafenstadt Hoi An mit ihren engen Straßen und niedrigen Häusern, die sich unter eigentümlichen Ziegeldächern zu ducken scheinen. Vor allem die Tran Phu Street und ihre nähere Umgebung, wo die schönen Handelshäuser, Tempel und Pagoden liegen, wirken wie ein asiatisches Freilichtmuseum.

Der einstige Cham-Hafen Hoi An lag schon lange Zeit an den Handelswegen zwischen Ost und West, bevor sich im 16. und 17. Jahrhundert Chinesen aus Fujian – später auch Japaner, Holländer und Inder – hier niederließen und den Ort zu einem wichtigen Handelszentrum machten. Schiffe aus aller Welt steuerten den Hafen an, um an den wichtigen Messen und Börsen hier teilnehmen zu können.

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Friedliches Hoi An

Mit dem China-Handel verlor die Stadt, die damals »Hai Pho« (Ort am Meer) genannt wurde, allerdings an Bedeutung, und die Mündung des Thu Bon versandete. Während des Tay-Son-Aufstandes (1771-1788) wurde die Stadt der fremden Kaufleute beinahe zerstört; doch die Chinesen bauten ihr Viertel wieder auf, nicht so die Japaner. Unter den Nguyen-Kaisern und der französischen Kolonialmacht, die Hoi An den Namen »Faifo« gab, wurde Da Nang wegen seiner besseren Verkehrslage favorisiert. Das nun abgelegene und vernachlässigte Hoi An wurde so zu einem Versteck der Widerstandsgruppen gegen die Franzosen und später auch gegen die Amerikaner, was es auch schweren Angriffen aussetzte.

Das alte Hoi An ist relativ klein und überschaubar. Da der Ortskern mit seiner einmaligen Konzentration von Wohn- und Handelshäusern, Versammlungshallen, Pagoden. Schreinen und Tempeln, den Brunnen, dem zentralen Markt und der Werft erhalten geblieben ist, gibt es sehr anschaulich das Bild einer südostasiatischen Stadt in der Vergangenheit wieder.

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Althäuser am Thu Bon Fluss – typisches Merkmal in Hoi An

Im Wesentlichen besteht das historische Zentrum aus drei Straßen, die sich parallel zum Flussufer hinziehen und teilweise für Autos und Motorräder gesperrt sind. Noch heute ist die Tran Phu Street, die älteste dieser Straßen, die Hauptschlagader Hoi Ans mit den wesentlichen Sehenswürdigkeiten, aber auch mit jeder Menge Geschäfte, Galerien und Restaurants. Einen Block weiter südlich verläuft die Nguyen Thai Hoc Street mit ihren schönen Geschäftshäusern und traditionellen Apotheken. Direkt am Flussufer folgt dann die lebhaftei Bach Dang Street; hier gibt es einige nette Cafes und Restaurants, von denen aus man in aller Ruhe das Treiben auf dem Fluss und auf der Straße beobachten kann. 1999 wurde die Altstadt Hoi Ans von der Unesco als Weltkulturerbe anerkannt. Östlich dieser drei Straften liegt der Markt der Stadt mit einer großen Halle und vielen Straßenständen. Folgt man der Phan Boi Chau Street in derselben Richtung, stößt man auf einige Relikte französischer Kokmlalarchftektur.

Interessant ist das besondere System, wie die Dachziegel bei den alten Häusern ineinander greifen. Man nennt es »yin-yang« nach der Art, wie die abwechselnd konkav und konvex geformten Sterne aneinander gefügt wurden. Die Reihen schließen dann meist mit verzierten, häufig bunt glasierten chinesischen Münzen ab.

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Yin Yang Dachdecktechnik der Althäuser Hoi Ans

Ein anderes typisches Detail in Hoi An sind die »Augen« (mat cua), die den Eingang eines Hauses oder eines religiösen Gebäudes bewachen. Dabei wurden zwei dicke hölzerne Stifte, mit einem Durchmesser von ca. 20 cm, wie Nägel in den Türsturz getrieben, um Bewohnern und Besuchern Schutz vor dunklen Mächten zu geben. An der Phuoc-Kien-Versammlungshalle kann man sie als Yin-Yang-Symbol mit zwei Drachen, die der Sonne huldigen, finden; am Tan- Ky-Haus dagegen in Blumenform und oftmals einfach als achteckiges Amulett.

Immer wieder wird einem bei der Besichtigung Hoi Ans ein mythologisches Wesen mit dem Körper eines Fisches und dem Kopf eines Drachen begegnen, an Wetterfahnen, Laternenhaltern oder Dachbalken. Der Karpfen (cá chép), Symbol für Wohlstand und Erfolg, soll in dieser Form, die seine Verwandlung zum Drachen zeigt, daran erinnern, dass nichts im Leben von allein geschieht. Um ein Drache zu werden und so Unsterblichkeit zu erlangen, muss ein Fisch nämlich drei Tore passieren, so wie ein Schüler drei Examina machen muss, bevor er ein Mandarin werden kann, was eine Menge Geduld und harter Arbeit erfordert.

Sehenswertes im Zentrum Hoi Ans

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Zauberhafte Brückenpagode Hoi Ans bei Nacht

Die schlichte Japanische Brücke (Japanese Covered Bridge), am westlichen Ende der Tran Phu Street gelegen, verband einst das japanische mit dem chinesischen Viertel der Stadt. Am westlichen Ausgang sind zwei einfache Hunde-Statuen, am östlichen Ende zwei Affen zu sehen. Man vermutet deswegen, der Bau der Brücke habe zwei Jahre gedauert, er sei im Jahr des Affen begonnen und im Jahr des Hundes beendet worden. Der Überlieferung nach soll die Brücke nach schweren Erdbeben in Japan erbaut worden sein, die von den Geomanten einem riesigen Drachen zugeschrieben wurden. Sein Kopf soll in Indien, der Schwanz in Japan und sein Herz in Hoi An gelegen haben. So baute man den Übergang auf steinernen Pfeilern, die als Schwert symbolisch sein Herz durchbohren sollten — und gleichzeitig erhielt man eine schützende überdachte Brücke über den schlammigen Wasserlauf. Ende des 16. Jahrhunderts entstand die erste Brücke über den schmalen Arm des Thu Bon, mehrmals wurde sie zerstört und wieder aufgebaut. Man nimmt an, dass bei den Arbeiten im Jahre 1763 auch die Brückenpagode (Chua Cau) entstand, die an der nördlichen Seite »angebaut« und dem taoistischen Gott Tran Vo Bac De (dem Herrscher des Nordens) geweiht wurde, dem Macht über Wind, Regen und andere schlechte Einflüsse zugeschrieben werden.

Einige hundert Meter nördlich der Brücke, am westlichen Ende der Phan Dinh Phung Street, findet man einen geheimnisvollen Schreib unter einem alten Banyan-Baum, an dem ebenfalls der Herrscher des Nordens verehrt wird, damit jener die Brücke vor Schaden schützen solle.

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Phung Hung Althaus, Hoi An

Am westlichen Ende der Brücke steht das fast 200 Jahre alte Phung-Hung-Haus (Phung Hung Old House, 4 Nguyen Thi Minh Khai Street), das sich seit acht Generationen im Besitz derselben Familie befindet. Besonders hübsch sind die geschnitzten Fensterläden und der freischwebende Ahnenaltar im oberen Stockwerk. Man kann im Buchladen schmökern und eine Keramikausstellung bewundern (Öffnungszeiten: tgl. 8.00-19.00 Uhr).

Im Museum der Sa-Huynh-Kultur (149 Tran Phu), das schräg gegenüber vom östlichen Brückenausgang Hegt, kann man einige archäologische Fundstücke bewundern, die ein Bild aus der Zeit vor den Cham-Herrschern wiedergeben.

Wenige Meter weiter trifft man auf das beeindruckende Portal der Versammlungshalle der Chinesen aus Kanton (Cantonese Assembly Hall, 176 Tran Phu). Die eingewanderten Chinesen organisierten sich nach ihren Herkunftsregionen und erbauten fünf Versammlungshallen, die als eine Art Treffpunkt, aber auch religiöses Zentrum dienten. Selbst heute kann man noch sehen, dass hier keine museale Atmosphäre herrscht, sondern sich das Alltagsleben abspielt.

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Versammlungshalle der Chinesen aus Kanton, Hoi An

Vom Grundaufbau gleichen sich die Hallen, denn die Hauptgebäude und Altäre wurden alle auf einer Achse angelegt. Allerdings wird der Blick vom Eingang her auf die Götterfigur versperrt, da Mauern oder »blinde« Türen dazwischengebaut wurden, um die bösen Geister zu täuschen und abzuhalten. Zunächst gelangt man in einen kleinen Vorhof, dem sich eine Torhalle mit Geistertür, Erinnerungstafeln und Inschriften anschließt. Dann kommt man in den Innenhof, den meist eine Miniatursteinlandschaft, Bäume und andere Pflanzen zieren. Beiderseits schließen sich Versammlungs- und Geschäftsräume an. Nun erst folgt der Tempelbereich, dessen Größe und Ausstattung sich nach dem Reichtum der Gemeinde richtet. In der Regel sind die Räume von lackierten und bemalten Holzsäulen und fein geschnitzten Altären mit Götterfiguren und Ahnentafeln geprägt. Auffallend sind zudem die Firste, die fast überbordende Reliefs und Mosaike aus Porzellanscherben tragen.

Die Halle der Kanton-Chinesen, erst 1884 erbaut, hat keine alten und wertvollen Schätze vorzuweisen, aber einen besonders schönen Innenhof mit Pflanzen. Sofort sticht einem der aufwändige Springbrunnen mit dem bunten, keramikverzierten Drachen und Karpfen ins Auge. Am Hauptaltar wird der rotgesichtige Quan Cong verehrt, ein chinesischer General aus der Zeit der Han-Dynastie. Ungewöhnlich an der Gestaltung dieses Gebäudes ist die Verbindung von Granitsäulen und -stürzen mit holzgeschnitzten Balken.

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Drachenbrunne an der Rückseite von Cantonese Assembly Hall, Hoi An

Das Quan-Than-Haus (Old House of Quan Than, Nr. 77) gehört zu den ältesten und besterhaltenen Privatgebäuden der Stadt (aus dem Jahr 1690). Die Anlage dieses Hauses – eigentlich zwei Bauten, die durch einen Innenhof und einen überdachten Gang miteinander verbunden sind – ist charakteristisch für Südchina und Hoi An. Von der Straße aus sieht man nur ein dunkles, holzverkleidetes Ladengeschäft, dem folgt ein luftiger und lichter Innenhof und schließlich das Wohnhaus, dessen äußerstes Ende Küche, Toilette und Brunnen einnehmen. Wunderbar sind die feinen Holzschnitzereien und die grünen Keramikziegel am First und vor allem die verschiedenen Hausaltare.

Schräg gegenüber kann man das Keramik-Museum (Museum of Trade Ceramics, 80 Tran Phu) besichtigen. Es zeigt eine kleine Sammlung von Keramik aus verschiedenen Orten, mit denen Hoi An im 16. und 17. Jahrhundert Handelsbeziehungen unterhielt. Zudem wird man hier genauer über die typische Dachdecktechnik (yin und yang) in Hoi An unterrichtet. Mindestens genauso interessant wie die Ausstellung ist es aber, durch Haus und Hof zu streifen und einen Blick über bzw. auf die Dächer der Stadt zu werfen (Öffnungszeiten: tgl. 6.30-18.00 Uhr).

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Draußen vor der Versammlungshalle der Chinesen aus Fujian, Hoi An

Wie man sich bei der Besichtigung der Versammlungshalle der Chinesen aus Fujian (Phuoc Kien Assembly Hall, 46 Tran Phu) gut vorstellen kann, gehörte diese Anlage der größten und einflussreichsten chinesischen Gruppe Hoi Ans. Ein relativ neuer Torweg fuhrt in die beeindruckende Anlage mit ihren grünen Höfen und überbordend geschmückten Hallen. Nach Erzählungen geht der Ursprung des, Heiligtums bis in das späte 17. Jahrhundert zurück, als man eine wertvolle Buddha-Statue am Flussufer fand, der zu Ehren eine Pagode errichtet wurde. Allerdings wurde sie mit der Zeit vernachlässigt, sodass die Chinesen aus Fujian den Tempel für Thien Hau umwidmeten. Am Hauptaltar kann man eine über 200 Jahre alte, goldüberzogene Pappmache-Statue sehen. Flankiert wird sie von ihren beiden Helfern, dem grüngesichtigen Thien Ly Nhan (der mehr als 1000 Meilen weit hören kann) und dem rotgesichtigen Thuan Phong Nhi (der mehr als 1000 Meilen weit sehen kann). Ein auffallendes Wandbild am Eingang zeigt die Göttin in einem Sturm, wie sie schützend über einer Dschunke wacht.

Ziel vieler kinderloser Paare und schwangerer Frauen ist der zweite Altarraum hinter dem Hauptheiligtum. Hier werden drei himmlische Frauen verehrt, denen ein großer Einfluss auf das Schicksal der Kinder nachgesagt wird. Es heißt, die mittlere entscheide, ob eine Frau schwanger wird, die rechte könne das Geschlecht beeinflussen und die linke überwache die Geburt selbst. Ihnen sind noch zwölf Hebammen zur Seite gestellt, von denen jede den Neugeborenen während des ersten Lebensjahres etwas beibringt, beispielsweise zu saugen, zu lächeln oder sich umzudrehen. Links davon steht der eigentliche Hauptaltar dieses Raumes, an dem den sechs Ahnen gehuldigt wird, die als Erste im 17. Jahrhundert Fujian verließen und sich in Hoi An (damals Faifo) ansiedelten. In einer kleinen Vitrine steht eine Figur des berühmten vietnamesischen Arztes Le Huu Trac.

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Quan Cong Tempel (Ong Pagode) in Hoi An, Vietnam

Wer ein vollkommen anderes Gesicht Hoi Ans kennen lernen möchte, der sollte einen Abstecher in die Phan Boi Chau Street machen. Hier lag einst das französische Viertel mit stuckverzierten Stadthäusern, Kolonnaden und Baikonen. Zu besichtigen ist das private Haus von Tran Duong (Nr. 25, Öffnungszeiten: tgl. 9. 00-18.00 Uhr).

Zurück in der Tran Phu Street fällt gegenüber dem Markteingang die bunte Front des Quan-Cong-Tempels (Chua Ong) aus dem 17. Jahrhundert auf. Einst als religiöses Zentrum der Einwanderer aus der chinesischen Provinz Quang Nam errichtet, wird hier Ong Quan Cong, ein legendärer General (3. Jh.), verehrt. Rechts und links wurden ihm der Militärmandarin Chau Xuong und der Verwaltungsmandarin Quang Binh zur Seite gestellt. Sein rotes und sein weißes Pferd halten zudem Wache. Den Karpfen, ein Symbol für Geduld, das in den chinesischen Bauten Hoi Ans oft zu sehen ist, findet man hier in einer besonders netten Form wieder: als bunt glasierte Dachfiguren und Wasserspeier (Öffnungszeiten: tgl. 6.30-18.00 Uhr).

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Eine Ecke des historischen Museums Hoi An

Durch den hinteren Ausgang des Tempels oder über den Eingang in der Nguyen Hue Street gelangt man in Hoi Ans Historisches Museum, das ebenfalls in einer früheren Pagode untergebracht ist. Sehr interessant sind einige alte Stadtpläne des damaligen Faifo. Doch be-sonders hübsch ist der beschauliche Innenhof mit den vielen Pflanzen und Holzverzierungen (Öffnungszeiten: tgl. 6.30-18.00 Uhr).

Folgt man der Straße weiter (vom Markt an heißt sie nicht mehr Tran Phu Street, sondern Nguyen Duy Hieu), gelangt man zur Versammlungshalle der Chinesen aus Trieu Chau (Trieu Chau Assembly Hall), die von Kaufleuten aus Chaozhou oder Trieu Chau 1776 erbaut wurde. Auch wenn man mittlerweile schon vielerlei schöne Ornamente und Dekorationen gesehen hat, sind hier noch ganz besondere Holzschnitzereien zu entdecken. Ong Bon, ein chinesischer Marinegeneral, der Macht über Wind und Wellen haben soll, wird hier verehrt. Um seine Statue herum verläuft ein Fries voller Vögel, Insekterl und kleiner Tiere – so realistisch, dass man beinahe meint, ein Zirpen und Rascheln hören zu können. Auf dem Altar selbst sind Szenen vom Leben am Land und auf dem Meer zu sehen, an den Türen davor zwei chinesische Damen, die die neueste japanische Haarmode ausprobieren (Öffnungszeiten: tgl. 6.30-18.00 Uhr).

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Im Innenraum der alten Kapelle der Familie Tran, Hoi An

Etwas mehr als die Hälfte des Weges zurück stößt man auf die Querstraße Le Loi; folgt man ihr rechter Hand, so stößt man einen Block weiter auf die Phan Chu Trinh Street. Genau an dieser Ecke befindet sich die 200 Jahre alte Kapelle der Familie Tran (Tran Family Chapel). Wie die der anderen chinesischen Clans war auch dieses Gebäude ursprünglich als Kaufmannshaus (s. u.) errichtet worden, doch mit der Zeit überwog für die Familie die religiöse Bedeutung des Ortes. Zentraler Punkt ist hier der große Altarraum, in dem die Ahnen verehrt werden. Noch heute treffen sich hier die Tran, die einst, durch Handel reich und einflussreich wurden und zu deren Vorfahren auch Mandarine gehörten, einmal im Jahr. Bei diesen Gelegenheiten werden Familienthemen besprochen, und es wird der Ahnen gedacht.

Etwas versteckt liegt die kleine, aber ebenfalls sehr schöne Kapelle der Truong-Familie neben dem Pho-Hoi-Restaurant in der 69 Phan Chu Trinh. Ihr Besuch ist über das Ticket nicht vorgesehen; auf Anfrage darf man aber eintreten und sich umsehen. Das Haus ist voller interessanter Familienandenken und Schnitzereien.

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Tan Ky Haus – das älteste Haus in Hoi An

Das schönste und meistbesuchte der alten Kaufmannshäuser ist das Tan-Ky-Haus (101 Nguyen Thai Hoc). Da englisch- und französischsprachige Fremdenführer in dem zweistöckigen Gebäude einiges zu dessen Architektur und Geschichte erzählen, geben sich die Reisegruppen hier die Klinke in die Hand. Das fast 200 Jahre alte Gebäude mit seinen exquisiten Schnitzereien und Einlegearbeiten ist sehr gut instand gehalten und wird von der Stadt als Vorzeigeobjekt betrachtet. Es wurde von einem Mitglied der zweiten Generation der Tan-Ky-Familie, die aus politischen Gründen im späten 16. Jahrhundert aus China geflohen war, errichtet.

Durch einen engen, etwas düsteren Laden und den reich geschmückten Wöhnraum gelangt man in den Innenhof. Dann geht es weiter in den hinteren Teil, in dem man die Küche und den Ausgang zum Fluss sieht. Von hier aus konnte die Handelsware direkt in die Lagerräume im oberen Stockwerk gebracht werden, um sie vor Überflutung zu schützen. Interessant ist die Verwendung des dunklen Jack-fruit-Holzes, das resistent gegen Termitenbefall sein soll, für die Hauptpfeiler. Fantasievoll und verspielt sind die filigranen Schnitzereien, aber ganz besonders apart ist die Fülle von.Perlmuttintarsien (Öffnungszeiten: tgl. 6.30-18.00 Uhr).

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Chuc Thanh Pagode in Hoi An

Außerhalb des Zentrums

Folgt man der Nguyen Truong To Street (nördliche Verlängerung der Le Loi), so passiert man einige Marktstände und stößt direkt auf das Tor zum Tiger-Tempel, wie man an den farbenfrohen Statuen unschwer erkennen kann. Das Heiligtum selbst ist eher schlicht, nur mit chinesischen Kalligrafien geschmückt.

Biegt man vor dem Tiger-Tempel links ab, geht es auf einer etwas staubigen Straße vorbei an kleinen Wohnhäusern mit hübschen Gärten und Grabanlagen zu zwei idyllisch gelegenen Pagoden. Hier ist es ganz ruhig und einsam – ein angenehmer Gegensatz zu dem lebhaften Treiben im Zentrum Hoi Ans. Nach etwa 700 m hat man die Chuc-Thanh-Pagode erreicht. Sie wurde schon 1454 von Minh Hia, dem ersten buddhistischen Mönch in Hoi An, gegründet. Das heutige Gebäude ist zwar jünger, doch einige alte Kultgegenstände wie ein karpfenförmiger Gong und Glocken sind noch zu sehen. Bäume, Bougainvillea und andere Blumen schmücken das Gelände der Pagode. Linkerhand befindet sich eine kleine Anlage mit bunten Stupas und moosbewachsenen Gräbern.

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Cua Dai Beach – ein empfehlenswertes Reiseziel in Hoi An

Folgt man dem eingeschlagenen Weg weitere 500 m, gelangt man (über einen kleinen Kanal) zur Phuoc-Lam-Pagode, die Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut wurde. Es heißt, der junge Mönch An Thiem meldete sich Ende des Jahrhunderts an Stelle seiner Brüder zur Armee, in der er rasch zum General aufstieg. Nach dem Krieg ging er zurück ins Kloster und fegte, um sich von seinen Sünden reinzuwaschen, 20 Jahre lang den Markt von Hoi An. Nach dieser Buße wurde er zum Oberbonzen der Phuoc-Lam-Pagode ernannt. Frangipanibäume und Blumenbeete umgeben das Heiligtum. An der Seite sieht man ein kleines Feld mit moosbedeckten Gedenksteinen, die auch mit Keramikmosaiken geschmückt sind.

Umgebung von Hoi An

Möchte man sich nun nach all den Besichtigungen am Strand erholen, so fährt man auf der Tran Hung Dao Street in östlicher Richtung. Nach ca. 20-minütiger Radfahrt durch ein Wohngebiet und Reisfelder ist man am weißen Cua Dai Beach angelangt. Der Strand ist sehr sauber und weitläufig, sodass man in einiger Entfernung der Getränkestände und Händler Sonne und Meer in Ruhe genießen kann. Der weitere Ausbau zum Touristenzentrum ist im Gange, wie an den vielen neuen Hotels und Restaurants zu sehen ist.

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